Neuste Einsendungen Landschafts-Mundartworte

Wir moderieren sämtliche Einsendungen. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass Ihre Beiträge nicht sofort auf dieser Seite erscheinen.

Natur- und Kulturlandschaften

  • Chare. Karrgelände im Berggebiet. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Im Cheib usse. vide Juhee (siehe im Juhee usse). Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Flueh. markante, oft allein zB im Wald sich erhebende Felswand; Felswand an sich. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Grabe. 1.) langgezogene Senke von beschränkter Breite im offenen Gelände, mit oder ohne Gefälle; 2.) Geländerinne idR mit Gefälle im alpinen Gelände (Alp oder im Übergang zu vegetationslosen Karr- und Felsgebiet [hier: ‚Couloir‘]) oder in Wald; 3.) Moorgebiet mit geringer Breite. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Grad. Berggrat. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Joch/Jochli. Übergang zwischen zwei Geländekammern im Gebirge. Im Unterschied zu ‚Sättili'(cf 16.) stets begehbar, idR mit Weg. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Plangge. in Alp- und Berggelände steil abfallende Gras-/Wildheufläche. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Ribi. Auch Rüfe. Murgang. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Rigge. Berg-/Waldrücken Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Reischtwäg. Reistweg: idR im Wald, künstlich aufbereitete/ausgebaute Geländerinne/-kanal mit Gefälle und Kurven zum Reisten dh Herunterlassen gefällter Baustämme (‚Trämmel‘), denen die Kanten an den Schnittflächen gebrochen wurden („g’schparmeyled“), damit sie sich weniger verfingen, besser glitten und auch weniger Schaden nahmen.  Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Sättili. sattelmässiger Übergang zwischen zwei Geländekammern im Gebirge, oft steil und nicht od schwierig zu begehen; Weg(spuren) möglich. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Tritt. eher grössere Steilstufe im Gebirge, zB 50 Hm, mit oder ohne Weg(spuren), idR schwierig zu begehen. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Täiffi. Tiefe. 1.) allg Bezeichnung für tiefer gelegene Landschaft; 2.) als Richtungsangabe im Gebirge hinunter; 3.) idR tiefer gelegene Geländesenke. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Zug. vide ‚Grabe‘ (siehe Grabe) Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Bedili/Bode. kleine bzw grössere, muldenähnliche ebenere Stelle im Gefälle eines Abhanges im Wald oder Weidland; oft nur minim vom Hauptgefälle abweichend, sodass sie vom Ortsunkundigen oder vom ungeübten Auge kaum als Bedili bzw Bode zu erkennen ist. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Pugg[e]l. Geländerücken von geringer bis mittlerer Mächtigkeit im Weidland od offenen Bergland (cf 14. Rigge). Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Glungge. Wasserpfütze. Eintrag von Severine.
  • Schöchli. Auch Birlig genannt. Kleiner, sorgfältig aufgeschichteter Haufen Heugras. Früher prägten exakte Reihen davon die Wiesen einer Landschaft. Es gab auch Heinzen und Rollenreuter, um Heugras und Luzerne zu trocknen. Eintrag von En Puur.
  • Birlig. Auch Schöchli genannt. Kleiner, sorgfältig aufgeschichteter Haufen Heugras. Früher prägten exakte Reihen davon die Wiesen einer Landschaft. Es gab auch Heinzen und Rollenreuter, um Heugras und Luzerne zu trocknen. Eintrag von En Puur.
  • suure Bode. Moorboden, sumpfig, kein gutes Grasland. Eintrag von Seniorlanddienst.
  • mäie. Gras schneiden. Eintrag von Brigitte.
  • Abcheerlig. Wenn der Acker kein schönes Rechteck ist, gibt es Abcheerlige beim Pflügen oder Säen. Eintrag von Grosvatter.
  • Sank. En Sank: Eingesunkene Stelle in einer Naturwiese, ähnlich: e Tüele. Entstanden über lange Zeit, wenn sich die Erde über einem entfernten Baumstrunk, einer Drainage o.ä. gesenkt hat. Eintrag von Grosvatter.
  • Gumpe, Gümpli. Wasserlache, Pfütze. kleine Menge Flüssigkeit. „Im Tassli hätts nu no es Gümpli Kafi gha“. Eintrag von Zürihegel.
  • e gäächs Strössli. Ein steiles Strässchen.  Eintrag von En Puur.
  • e gäächs Bachpoort. Eine steile Bachböschung. Eintrag von En Puur.
  • en Pösche Gras. Grosser, einzelner, dichter Stand Gras. Ugs. „Heb di am Pösche!“. Eintrag von Zürihegel.
  • z acher fahre. Pflügen. Eintrag von sidoch.
  • Gubel. Felsen, Felswand, Fluh. Zürich-Oberland Dialekt. Eintrag von Zürioberland-Schwèrmer.
  • Grotze. Baumgipfel. Zürich-Oberland Dialekt. Eintrag von Zürioberland-Schwèrmer.
  • Giesse. Wasserfall. Zürich-Oberland Dialekt. Eintrag von Zürioberland-Schwèrmer.
  • Iguschlùùf. Ein enger Ein- oder Durchgang, durch den Tiere schlüpfen „e Schlùùf“ (mit einem langen offenen, d. h. gegen o tendierenden u), eine Ableitung von „schlüüffe“. Ein Durchgang für einen Igel ist also ein „Iguschlùùf“. Eintrag von Christian.
  • Durchschlupf. Kleiner Durchgang für ein kleines Tier, z.B. in eine Hecke, unter einem Staheldraht, der für grössere Tiere und Menschen nicht begehbar ist, evt.noch für kleinere Kinder kriechend. Eintrag von Doris Angst, Hinterkappelen.
  • Rank. Eine Kurve. Eintrag von zürihegel.
  • Stapfete. ein steiler Fussweg (z.B. die Stapfete zwischen Stettfurt und Schloss Sonnenberg). Kann aber auch die Stelle bedeuten, an der Fussgänger einen Viehzaun überwinden können. Eintrag von cyberoemi.
  • Rüssel. Oberster, langgezogener Teil einer Erhebung. Bei uns eher trocken und steinig. Beispiel: „Über de Rüssel iä wachst s Gras langsamer. Über de Rüssel ie isch de Mais echli niderer.“ Eintrag von en uur.
  • Buck. Oberste, eher kleine Hügelkuppe. Beispiel: „wäänt über de Buck ie bisch, gsehsch hindenabe.“ „Zoberscht ufem Buck hätts es Bänkli“. Eintrag von Zürihegel.
  • Läbhaag. Hecke, hoch, aus verschiedenen Sträuchern, unterteilt Wiesen- oder Ackerstücke. Eintrag von „En Puur“.
  • Rehwäägli. Von Rehen gemachter kleiner Pfad. Z.B. ‚Es Rehwäägli zum Giesse-n-abe‘.
    Von Rehen gemachter kleiner Pfad, der zum Wasserfall hinunterführt. Eintrag von Zürihegel.
  • Schleikwäg. Kleine Gasse, die gebraucht wird, um gefällte Bäume aus einem steilen Waldstück heraufzuziehen (auch Schlipf genannt). Eintrag von Zürihegel.
  • Schlipf. en Schlipf ist ein Hangrutsch. Boden, Bäume, Gebüsch sind abgerutscht.
    Wir brauchen das Wort auch für die kleine Gasse, die gebraucht wird, um gefällte Bäume aus einem steilen Waldstück heraufzuziehen (ufäschleike, Schleikwäg).  Eintrag von Zürihegel.
  • Tuele. Eine eher kleine Mulde. Muss nicht zwingend in der Landschaft sein. Eintrag von juhui.
  • Schtuudeputsch: Ein einzelner, grosser Strauch, z.B. Haselstrauch. In Wegbeschreibung: „lauf s Wägli hindere, und bim Schtuudeputsch gaasch rächts abe id Weid.“ Eintrag von Seniorlanddienst.
  • Bachtobel: Ein enges, kleines Tal mit Bach im Talgrund. Eintrag von Chrom.
  • Grat: schmale Kante eines Bergrückens. Eintrag von Chrom.
  • Chrache: wildes, abgelegenes Tal. Eintrag von Brätzeli und Höbi.
  • Chrache: (entlegenes) Tal. Eintrag von Chrom.
  • Tobel: ein enges, kleines Tal. Eintrag von Chrom.
  • Hubel: Wie Hoger ein Hügel. Eintrag von Beatus.
  • Mägeri: Magerwiese, die nur alle 2 Jahre gemäht wird. Eintrag von ibew.
  • Bort: Böschung, Hang. Eintrag von danielbachofner.
  • Haag: Hecke. Eintrag von danielbachofner.
  • Fruchtbitz: mit einem Getreide angebautes Stück Land. Eintrag von magas.
    Beschreibung: Frucht = Getreide
    Bitz = Stück
    Erinnerung an einen längst verstorbenen Nachbar im Dorf der Kindheit, der mir erklärte, von welchem Flurnamen in der Landschaft er spreche. Das Stück, das er meine, das liege „hiehar vo däm Fruchtbitz“, also diesseits des Kornfelds.
  • Heinze: Dreibeiniges Gestell zum trocknen von Getreide. Eintrag von Brätzeli und Höbi
  • Stutz: steiler Abhang. Eintrag von magas.
    Steile Bergflanke an einem Spazierweg meiner Kindheit. Hier wurde mir der Zusammenhang zwischen Flurnamen und bedeutungstragenden Wörtern bewusst: Der bewaldete Steilhang direkt am Weg hiess Stutz und war ein Stutz, also ein steiler Abhang, was das Wort ja bedeutet.

 

Wetterphänomene

  • gschliferig. glitschig. Eintrag von Zürihegel.
  • Hudelwetter: einfach aus dem Fenster schauen (28.4.2017). Eintrag von BeetR.
  • guggschen, z.B. äs guggsched: Es windet in Böen, manchmal zusammen mit Schneegestöber, ungemütlich, kalt. Altes „Tavaser“ (Davoser) Dialektwort. Eintrag von thruz.
  • gällends Iisch: blankes Eis. Eintrag von thruz.
  • häl: Glätte auf Strassen oder Wegen. Ausrutschgefahr. Hüt (28.04.17) isch es au häl uf dä Strosse! Eintrag von Edith.
  • Chick: Raureif. Eintrag von Corinne Brühwiler.

 

Richtungsangaben, Eigenschaften einer Landschaft

  • (Im) Hohliächt. (über der) Grenze zw Himmel und Erde, dem nahen Horizont idR im Gebirge; höher gelegen, als Augenhöhe. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Im Juhe usse. 1.) im mehr oder weniger weit abgelegenen Gelände, unwegsam; 2.) abgelegenes Gebiet, ironisch/abschätzig: ausserhalb des Siedlungsgebietes. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • Im Offene. ausserhalb des Waldes oder im lichten Wald. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • s Loch durab. steile/r Abstieg(srichtung), idR im Gebirge, durch unterschiedlich breite Rinne, Couloir. Eintrag von feehn-x Nidwalden
  • ännet em Haag. Auf der andern Seite des Zauns. Eintrag von Seniorlanddienst.
  • nidsi. bergab (Gegenteil von obsi). Eintrag von cyberoemi.
  • ruppig. über Geländeform: kleingliedrig, steil, gefurcht, hindernisreich, unwegsam, rau. Eintrag von Forstfelix.
  • abheldig. abschüssig. ‚De Pflanzblätz isch echli abheldig.‘ Also leicht schräg oder abschüsssig und deshalb nicht ganz einfach zu bearbeiten.
  • gredi abe: gerade hinunter. Eintrag von Bimbo.
  • obsi: hinauf. Eintrag von Bimbo.
  • gääch: z.B. än gäaache Wäg oder ä gäächs Poort (ein steiler Weg oder ein steiler Hang). Auch im übertragenen Sinn: steiler oder auch ehrgeiziger Einstieg in ein Vorhaben. Eintrag von Corina Brühwiler.

 

Pflanzen und Tiere

  • Iguschlùùf. Ein enger Ein- oder Durchgang, durch den Tiere schlüpfen „e Schlùùf“ (mit einem langen offenen, d. h. gegen o tendierenden u), eine Ableitung von „schlüüffe“. Ein Durchgang für einen Igel ist also ein „Iguschlùùf“. Eintrag von Christian.
  • Durchschlupf. Kleiner Durchgang für ein kleines Tier, z.B. in eine Hecke, unter einem Staheldraht, der für grössere Tiere und Menschen nicht begehbar ist, evt.noch für kleinere Kinder kriechend. Eintrag von Doris Angst, Hinterkappelen.
  • Agerste. Elster. Eintrag von Susanne.
  • Mungg. Murmeltier. Eintrag von Celerina.
  • Herrägägger. Eichelhäher. Eintrag von Susanne.
  • Huuri. Eule. Eintrag von Susanne / sidoch.
  • Pfyffauter. Schmetterling. Eintrag von Susanne.
  • Schtuudeputsch: Ein einzelner, grosser Strauch, z.B. Haselstrauch. In Wegbeschreibung: „lauf s Wägli hindere, und bim Schtuudeputsch gaasch rächts abe id Weid.“ Eintrag von Seniorlanddienst.
  • Chrottepösche. Löwenzahn. Von discoverNature.ch
  • Saublueme. Löwenzahn. Von discoverNature.ch
  • Rüetli: Ein Rüetli ist ein gerader, dünner Ast von einem Strauch oder einem Baum. Das Rüetli hat keine Astvergabelungen und keine Blätter. Am Palmsonntag werden bei uns kleine Palmen (Palmenwedel) angeboten und in diesen Palmen hat es jeweils 3 Haselrüetli. Eintrag von Söüiblueme.
  • Weihfäcke: Löwenzahn. Eintrag von Brätzeli und Höbi.
  • Häliblueme: Löwenzahn. Eintrag von Brätzeli und Höbi.
  • Himugüegeli: Marienkäfer. Eintrag von Yvonne.